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Im heutigen Beitrag möchte ich die Bedeutung des Cover Design für ein eBook erarbeiten. Ein eBook, also ein elektronisch verfügbares Buch, wird üblicherweise über einen eBook-Reader gelesen. Hier gibt es verschiedene Alternativen wobei der Kindle von Amazon die populärste Lösung sein dürfte. Bei der Covergestaltung muss also der Fokus vor allem auf dem Thumbnail in der Suchliste liegen. Hier entscheidet sich bereits ob ein Buch es in den Interessensbereich des Suchers schafft aufgrund seiner optischen Aufmachung sowie der Wahl des Titels. Ist diese erste große Hürde geschafft und der Kaufinteressent schaut sich die näheren Details zum Buch an, muss das eBook hier natürlich ebenso überzeugen um eine positive Kaufentscheidung herbei zu führen.

Maßgeblich für den ersten Eindruck des Buches ist also das Cover Design. Der erste Sichtkontakt zwischen dem eBook und dem Interessenten erfordert eine überzeugende Aufmachung, damit die Anbahnung entsprechend fortgeführt wird. Um sowohl im ersten Schritt als auch im potentiell zweiten Schritt bei der näheren Durchsicht des eBook zu überzeugen, habe ich 9 Tipps für eine erfolgreiches, clickbaitiges Cover Design zusammengestellt.

Erster Tipp: Die Stimmung des eBook muss ersichtlich und greifbar sein

Unsere Auge und unser Verstand sind auf ein stimmiges Design und einen Einklang der Details programmiert. Ein Haus mit einigen Fenstern sowie einer Tür am ebenerdigen Eingang nehmen wir als „passend“ wahr. Hätte die Hauswand keinerlei Fenster und die Tür von außen kurz unter dem Dachstuhl wäre das Bild in der Wahrnehmung für unseren Verstand „nicht normal“ und „nicht passend“. Keiner von uns würde auf die Idee kommen das Haus sofort zu kaufen, da offensichtlich etwas nicht stimmt beziehungsweise wir uns die Abnormale nicht erklären können.

Genauso verhält es sich bei dem Cover Design eines eBook. Auf einem Kochbuch beispielsweise wäre die Erwartung des Käufers eine Pfanne oder eine Schüssel mit Gemüse – vollkommen unpassend wäre hier ein großes Küchenmesser mit Blut dran. Das widerrum wäre für einen Krimi denkbar stimmig.

Bei der Covergestaltung sollte der Fokus vor allem darauf liegen, die Stimmung des Buches und das Thema des Inhalts im Cover Design darzustellen. Den Kaufinteressenten hier in die Irre zu führen macht in den meisten Fällen keinen Sinn. Der Aufbau eines Spannungsbogens kann durch verdeckte oder unklare Elemente im Cover geschehen wie Nebel, Dunkelheit oder eine unvollständige Schrift – thematisch sollte die Aussage aber eindeutig sein.

Zweiter Tipp: Ein hochwertiges Bild ist absolut Pflicht

Bei der Erstellung des Buches und vor allem des Texten werden vielen Stunden investiert. Tausende von Wörtern werden sinnhaft aneinander gereiht um einen Gedanken des Autors eindeutig und verständlich zu beschreiben und dem Leser zu vermitteln. Dieser Aufwand und dieses Werk müssen schon über das Cover gehuldigt werden. Eine mindere Qualität des Bildes oder eine unpassende Gestaltung machen an der Stelle alle Anstrengung zu kaputt und führen auch zu keinem finanziellen Erfolg.

Der Inhalt es eBook, egal ob Krimi, Liebesroman oder Kochbuch malen in den Gedanken des Lesers ein Bild. Es gilt bei der Covergestaltung nun das passende, hochwertige Bild für die Frontansicht zu finden. Hierbei sollte auf einen professionellen Dienstleister oder eine umfassende Bildbörse zurückgegriffen werden.

Das optimale Bild stellt ein Element dar und ist farblich entsprechend einfach gehalten. Verspielte Elemente oder zu viele Farben wirken an der Stelle für den Betrachter verwirrend. Die Aussage des Bildes muss auf dem Cover Design eindeutig und deutlich sein. Der Raum für Fehlinterpretationen sollte so gering wie möglich gehalten zu werden.

Dritter Tipp: Der eigene Style ist die Visitenkarte

Die Inspiration durch die direkte Konkurrenz oder auch thematisch anderer eBook Cover ist grundsätzlich erlaubt und ermöglicht es die eigenen Gedanken anzureichern. Es sollte jedoch nicht dazu führen, dass man seine eigenen Vorlieben und Geschmäcker vollständig hinten anstellt oder sogar herunter fallen lässt. Jedes eBook-Cover sollte den Fingerabdruck des Designers beziehungsweise Autors tragen, um es unverkennbar zu machen. Das wäre beispielsweise über die gleiche Schriftart und eine ähnliche Art von Bildern erreichbar.

Hat der Autor beispielsweise eine Vorliebe für die skandinavischen Länder, so werden die Geschichten vermutlich auch dort spielen. Es wäre also überaus passend das Bild so zu wählen, dass die skandinavischen Elemente wie die Natur, die Häuser oder die Menschen erkennbar sind. Dies kann sich durch die eigene Buchreihe als unverkennbares Element ziehen.

Weichen die Bücher thematisch voneinander ab oder geht es gerade um die Veröffentlichung des ersten eBooks, gibt es aus der Erfahrung heraus immer ein Element auf dem Cover was besonders gefällt. Ein solcher Ausschnitt kann entsprechend zu einem Merkmal herausgearbeitet werden, so dass das Buch eine Art bildliche Signatur des Autors oder Verlegers trägt.

Vierter Tipp: Klare thematische Kommunikation, aber nicht direkt die Lösung präsentieren

Ist das eBook ein Krimi, sollte auf dem Cover kein Bild des Täters abgebildet sein. Genauso wenig sollte auf dem Kochbuch das fertige Gericht zu sehen sein. Und der Ratgeber darf die Lösung des Problems nicht mit dem ersten Blick auf das Coverbild verraten.

Das Cover Design muss also hier einen Spagat schaffen zwischen eine deutlichen und klaren Kommunikation über das Thema des Buches und dem Aufbau eines Spannungsbogens. Der Leser oder Kaufinteressent muss von vorne herein das Thema „ersehen“ und verstehen können, darf aber gleichzeitig nicht zu viel verstehen um das Interesse zu verlieren. Er muss neugierig auf den Inhalt gemacht werden und bestimmte, elementare Details dürfen im Cover lediglich eine Andeutung, aber keinesfalls eine Lösung finden.

Fünfter Tipp: Erste Referenzen vor dem eBook-Release einholen

Bevor ein eBook veröffentlich wird, sollte das Cover in der Zielgruppe angetestet werden. Darunter verstehe ich die Vorstellung des Covers bei Freunden, Bekannten oder auch anderen, befreundeten Unternehmern. Wichtig an der Stelle ist es um eine ehrliche, schonungslose Einschätzung zu bitten. Das ermöglicht es die Erkenntnisse dieser Vorstellung einerseits klar zu erfassen und andererseits diese unter Umständen noch in das finale Cover Design einzuarbeiten.

Oftmals ist der Autor oder Verleger bei der Betrachtung „betriebsblind“ und unpassende Details können aufgrund der Häufigkeit des Anschauens als normal wahrgenommen werden. Unbefangene Freunde weisen sofort darauf hin und vermeiden so einen Fauxpas bei der Veröffentlichung. Die Referenzen und Meinungen sind überaus wertvoll und zudem meistens auch kostenlos. Insofern sollte darauf nicht verzichtet werden und wenn aufgrund einer Reise oder eines umtriebigen Lebensstils gerade niemand verfügbar ist, hilft die Kommunikation über soziale Medien oder per Mail zu Erkenntnis.

Sechster Tipp: Weniger ist mehr – das gilt auch beim Cover Design

Klar erkennbar, deutlich in der Aussage und dennoch geheimnisvoll in der Betrachtung – das ist das perfekte Cover. Um das zu erreichen sollte auf komplexe Werke verzichtet werden. Je mehr auf dem Bild erkennbar ist, desto variantenreicher sind die Interpretationsmöglichkeiten. Das Cover soll aber attraktiv wirken und zum Kauf anregen. Insofern ist es an der Stelle überaus empfehlenswert mit wenigen Elementen zu arbeiten.

Eine Faustregel besagt, dass ein Cover aus einem Element oder einer Darstellung bestehen darf, die aus zwei Farben gestaltet sein sollte. Der Titel und der Untertitel sollten jeweils in maximal zwei unterschiedlichen Schriftarten geschrieben sein. Ein unter diesen Prämissen der Faustregel erstelltes Cover ist einfach zu verstehen, deutlich in der Aussage und fällt beim Screenen einer Ergebnisliste auf. Schnörkelige bis unkenntliche Schrift, viele verschiedene Farben aus denen heraus keine eindeutig dominiert und eine gleichmäßige Verteilung der Elemente auf dem Cover führen beim Betrachter zu einer Verwirrung. Es ist nicht klar und nicht eindeutig! Das wirkt abschreckend und führt dazu, dass sich das Auge einen klar gestalteten, ruhigen „Bild-Raum“ sucht.

Siebter Tipp: Das Cover ist der erste Augenkontakt, aber das Backcover ist das erste Date

Das Suchen nach einem eBook in einem Thema ist in der Tat ein wenig ähnlich der Partnersuche in der Disco. Die Ergebnisliste gleicht der Menge von Menschen auf der Tanzfläche und unserem Auge fallen vor allem die stimmigen und attraktiven Designs auf. Das ist beim eBook das Thumbnail in der seiner Aufmachung, welches uns als Betrachter sofort ins Auge fällt, wenn es besonders gut gestaltet ist.

Gefällt uns jemand in der Disco, gehen wir hin und beginnen ein Gespräch an der Bar. Das kommt dem Klick auf das Thumbnail gleich, bei dem das eBook dann erstmals in voller Pracht erscheint. Übertragbar ist dies auch auf das erste Date, bei dem wir den Menschen unserer Wahl zum ersten Mal „für uns alleine haben“ und „intensiv betrachten“ können. Wir können beim eBook das Design des Covers nun in voller Größe betrachten und das Backcover kann mit seinen gestalteten Inhalten die Funktion des ersten Date erfüllen. Dort geht es darum den Inhalt näher kennen zu lernen und eine Begeisterung dafür zu entwickeln.

Dem Backcover kommt also beim ersten Kontakt in der Suchliste wenig Bedeutung zu. Überzeugt das Thumbnail jedoch nachhaltig, gewinnt das Backcover sofort an Bedeutung, da es den Wissensdurst des Betrachters befriedigen muss. Folglich kommt ihm eine sehr große Bedeutung zu, dass mit seiner Betrachtung oftmals die Kaufentscheidung getroffen wird.

Achter Tipp: Ein deutlich sprechender Titel, der sofort erkennbar ist

Beim Cover Design muss darauf geachtet werden, dass der Titel auch in der kleinen Ansicht als Thumbnail erkennbar ist. Das Thumbnail in der Suchliste wird mit 33% der Größe angezeigt. Folglich muss der Titel auch in dieser Größe sofort erkennbar und lesbar sein. Das macht die Ansicht für den Interessierten klar und eindeutig und kann somit ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz sein.

Sofern es möglich ist, sollte auch bei der Covergestaltung darauf geachtet werden das Element im Cover so zu platzieren, dass es erkennbar ist. Eine Pfanne mit Gemüse, das Messer mit Blut – alles eindeutig und auch in der kleinen Ansicht erkennbar. Wer die hier bereits angeführte Faustregel beachtet, punktet bei der Gestaltung. Das Thema wird nicht nur in der großen Ansicht klar, sondern schon in der Thumbnail-Ansicht an den Interessenten transportiert. Damit kann das eBook oftmals aus der Menge herausstechen und das größte Interesse verursachen.

Neunter Tipp: Im eigenen Rahmen bleiben

Es ist wichtig bei der Covergestaltung sich nicht auf das Glatteis führen zu lassen. Im dritten Punkt bereits führte ich die Findung des eigenen Stils an. Im letzten Tipp möchte ich aber darauf verweisen, dass dieser Stil authentisch sein muss. Es ist nichts dagegen einzuwenden sich von anderen inspirieren zu lassen und Elemente darauf zu übernehmen. Dabei sollte der Fokus aber darauf liegen die eigene Identität nicht zu verlieren.

Wer ohne eigene Meinung und eigenes Gedankengut ist, treibt umher und lässt zu sich ständig von anderen schubsen zu lassen. Damit entsteht für den Ausstehenden kein schlüssiges Bild. Derjenige der es in seinem Cover erlaubt neue Elemente aufzunehmen, aber beständig bei seinem eigenen Stil bleibt, vermittelt Kompetenz. Über die Inspiration können zwar viele, neue Elemente aufgenommen, wahrgenommen und bei Bedarf umgesetzt werden – die eigene Handschrift sollte aber in jedem Fall bleiben. Das verleiht Authentizität und macht es für den Interessierten oder auch den Leser greifbar. Es entwickelt sich ein Wiedererkennungswert beim eBook, der das Resultat des eigenen Stils ist.

Ich hoffe, dass ich die wesentlichen Elemente des Cover Design in diesem Beitrag verpacken und vermitteln konnte. Aus meiner Sicht handelt es sich bei diesen 9 Tipps um die elementaren Bestandteile, die zum Erfolg eines eBook Covers notwendig sind. Viel Spaß mit dem Design des eigenen Covers.