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Es ist nicht gerade einfach ein Buch auf dem Markt zu platzieren und damit Geld zu verdienen. Der Marktzugang ist für jeden von uns dank verschiedener Plattformen seit einigen Jahren möglich und bietet Autoren und Ghostwritern die Chance ohne Verlag dennoch erfolgreich Bücher zu verkaufen. Wie bei jedem anderen Produkt auch sind aber hier der Inhalt und vor allem die Verpackung ausschlaggebend für den Verkaufserfolg. Das beste Produkt wird sich nicht oder nur wenig verkaufen, wenn die Verpackung schlecht gemacht ist. Ein mittelmäßiges Produkt jedoch wird sich verkaufen, wenn die Verkaufsverpackung gut und ansprechend gestaltet ist.

Im heutigen Beitrag möchte ich dir als Selfpublisher zeigen, was du bei der Erstellung eines Buchcover beachten und bedenken musst. Dazu ist an erster Stelle sicherlich festzuhalten, dass wir mit dem Buchcover vor allem eines wollen: Verkäufe! Es ist nicht erstrebenswert eine Auszeichnung für die Schönheit des Covers zu bekommen, wenn sich gleichzeitig das Buch nicht verkauft. Der Inhalt und das Thema sind relevant für den Verkauf, was durch die Verkaufsverpackung entsprechen präsentiert werden soll. Im Falle unseres Buches ist dies das Buchcover. Sowohl offline in der Buchhandlung als auch online in den bekannten Buch-Stores ist das Cover derjenige Teil, der den Kaufinteressenten als Erstes erreicht und ansprechen soll.

Auf die Technik kommt es an

Ein Buchcover ist in mehreren Dimensionen zu betrachten. Die ergeben sich aus den verschiedenen Vertriebsmöglichkeiten für das eBook. Die populärste Plattform ist hier sicherlich Amazon, aber auch Apple und weitere Anbieter halten Möglichkeiten vor ein eBook zu verkaufen. Zusätzlich dazu ergeben die verschiedenen Formate weitere, teilweise unterschiedliche Ansprüche an das Buchcover. Das Kindle-Format wird in einer anderen Größe angezeigt, als es in der Print-Version genutzt wird. Folglich muss das Buchcover hier entsprechend angepasst sein.

Ein weiterer Punkt beim Buchcover ist die Provision. Je größer das Buch als Datei ist, desto geringer ist die ausgezahlte Provision. Insofern muss und sollte es das Ansinnen sein ein Buchcover zu entwerfen, das den Spagat zwischen ansprechender Verkaufsverpackung und geringer Datengröße schafft.

Amazon schreibt in seinen „Amazon Kindle Publishing Guidelines“ (Link: https://kindlegen.s3.amazonaws.com/AmazonKindlePublishingGuidelines_DE.pdf ) vor, dass das Format JPEG, GIF, BMP, nicht-transparente PNG oder SVG sein muss. Als Farbprofil muss zwingend RGB gewählt werden, da andere nicht unterstützt werden.

Bei der Größe empfiehlt Amazon ein Format von mindesten 2.700 Pixel auf 1.688 Pixel. Die Auflösung sollte 300 ppi betragen, damit das Bild auch auf den neuen Kindle-Geräten perfekt aussieht und entsprechend zu Geltung kommt. Die Größe der Datei darf 5 Megabyte (MB) nicht übersteigen. Sie ist das sogenannte Marketing-Cover und sollte separat beim Anbieter hochgeladen werden. Damit werden dann die Thumbnails es Buchcovers in der Suche dargestellt. In das Buch selbst sollte eine verkleinerte Version für das Taschenbuch in der Print-Ausgabe eingebaut werden, um das Datenaufkommen entsprechend zu minimieren. Hier sind 1.024 Pixel vollkommen ausreichend.

Bei Apple hingegen wird das Buch auf dem iPad angezeigt. Folglich sind die Anzeigeformate andere und es sollte bei der Covergestaltung entsprechend darauf Rücksicht genommen werden. Das trifft natürlich nicht generell zu, sondern nur dann wenn der Vertrieb über iBooks der Schwerpunkt sein soll.

Akzeptiert werden JPEG oder PNG-Dateien, die mindestens 1.400 Pixel auf 1.873 Pixel aufweisen. Als optimal dürfte hier der Recherche nach die Größe des Retina-iPad sein mit dem Format 2.048 auf 1.536 Pixel.

Für weitere Vertriebsplattformen gibt es hier (Link: http://www.ebookcoversize.com/ ) eine gute Übersicht der Cover-Formate.

Das Cover ist die erste Kontaktmöglichkeit

Ist die Entscheidung über die Vertriebsplattform und damit auch über die Größe des Buchcovers gefallen, geht es darum ein möglichst passendes Buchcover zu gestalten. Der Selfpublisher ist natürlich in seiner Funktion dazu angehalten mindestens die Idee dazu zu liefern, da hier kein Verlag die Aufgabe übernimmt.

Grundsätzlich sind hier vor allem drei Elemente wichtig:

  •         Nennung des Titel und Autors
  •         Passende, aufmerksamkeitserregendes und Spannung-aufbauendes Coverbild
  •         Anzeige als Thumbnail (1/3 Größe) muss überzeugen

Der Inhalt des Buches, ganz gleich aus welchem Genre, sollte über das Buchcover transportiert werden. Es ist sehr einfach hier die Erwartungen des Kunden zu enttäuschen, weshalb äußerste Vorsicht bei diesen Arbeitsschritten eingehalten werden sollte. Gleichzeitig ist das Cover auch DIE Möglichkeit des Kaufinteressierten während der Aufmerksamkeitsspanne vom Buch zu überzeugen und den Kauf einzuleiten.

Ein Kaufinteressent scannt die Darstellung einer Buchliste für ungefähr 20-60 Sekunden. Den Wert kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung als Interessierter bestätigen. Während dieser überaus kurzen Zeit muss das Buchcover entsprechend überzeugen, damit es die Chance auf einen zweiten Eindruck hat. Insofern sollte das Cover schlicht und informativ, aber gleichzeitig auch mysteriös und spannend aufgebaut sein. Das ist an  sich ein Widerspruch in sich, funktioniert aber über die verschiedenen Ebenen es Covers.

Das Hintergrundbild, sofern eines gewählt wird, sollte die Stimmung aus dem Buch vermitteln. Ein weißer Hintergrund lässt nicht unbedingt ein Erotik-Buch oder einen spannenden Krimi vermuten. Insofern ist hier bei der Auswahl entsprechend auf die Wirkung zu achten. Der Titel des Buches kann über die Farbe sowie die Schriftart zusätzlich wirken beziehungsweise als Wirkungsmittel eingesetzt werden. Der Name des Autors sollte genannt werden, damit das Buch ein Grundvertrauen ausstrahlt. Ein Buch ohne Autor ist schwer vorstellbar und würde vermutlich wenig Resonanz finden.

Scrollt ein Kaufinteressent durch seine Suchergebnisse zu einer Anfrage oder durch Bestseller-Listen, werden die Bücher bei den meisten Anbietern lediglich mit 33% Größe als Thumbnail angezeigt. Aus dieser Liste heraus muss das Cover bereits so wirken, dass der Interessent angesprochen wird und auf das Buch klickt. Folglich ist es von großer Bedeutung, dass sowohl die Wirkung, als auch der Titel und das Bild in der verkleinerten Ansicht eindeutig erkennbar sind.

Wer macht’s? Wer kein Designer ist, sollte das Cover in fremde Hände geben

Bei der Frage des Auftrages sind unterschiedliche Bewertungen vorzunehmen. Natürlich hat jeder die Möglichkeit das Cover selbst zu machen. Ein Buch über einen Urlaub oder eine bestimmte Reise kann sicherlich durch ein eigenes Bild als Cover aussagekräftig unterstützt werden. Dennoch sind die Kenntnisse und Möglichkeiten des Cover-Designs weitaus größer als der normale Paint-User glaubt.

Wie schon erwähnt kann mit dem Cover sehr viel falsch gemacht werden, aber auch sehr vieles richtig. Als Ungelernter und ohne jegliche Erfahrung sich an das Experiment heran zu wagen birgt ein sehr hohes Risiko ein gutes Buch mit gutem Inhalt durch das Cover-Design nicht ausreichend zur Geltung zu bringen. Es ist also abzuwägen welche Kenntnisse vorliegen und welcher Aufwand betrieben werden muss, um ein professionell wirkendes eBook-Cover zu gestalten.

Pauschales Buchcover für Jedermann zu einem günstigen Kurs

Eine ernsthafte Option ist es sogenannten Premade Cover zu verwenden. Die Anbieter dieser Varianten haben vorgefertigte Cover-Designs, die entsprechend gekauft werden können. Hierbei zeichnet sich der Anbieter als Verantwortlich für die geklärten Nutzungsrechte der Bilder. Es ist also für den aufwandsscheuen Selfpublisher eine sehr gute Methode das Cover innerhalb kürzester Zeit zu erhalten.

In eine ausgewählte Vorlage werden lediglich der Titel, der Name des Autors sowie der Klappentext eingefügt. Und dann ist es auch schon fertig. Die Kosten sind dabei recht überschaubar und bewegen sich je nach Anbieter zwischen 30 und 80 Euro.

Der Grad der Individualisierung ist hierbei allerdings sehr gering. Es handelt sich um frei zugängliche Vorlagen die im Zweifel sogar die eigene Konkurrenz ohne großen Aufwand nutzen könnte. Zudem muss man es sich (leider) wirklich so vorstellen, dass alles voreingestellt ist. Es werden lediglich die Daten eingefügt; mehr wirklich nicht.

Hohe Individualisierung mit perfekter Verarbeitung

Die zweifelsfrei aufwändigste Alternative ist die Erstellung eines individuellen Buchcovers. Der Selfpublisher gibt dabei die Vorstellung soweit vor oder lässt sich entsprechende Vorschläge machen. Da beidseitig der Aufwand hier weitaus höher ist sowie die regelmäßigen Absprachen, sind die Kosten auch deutlich über dem Pauschal-Preis für das Stangen-Cover. Das hat sich aber sehr schnell gerechnet, wenn man mit der Expertise eines Experten ein Buchcover erstellt, da perfekt zum eigenen Buch sowie dem Thema passt.

Farbgebung, Schrift sowie natürlich das Hintergrundbild können hier nach den Vorstellungen eingebracht werden. Zudem kann bei der Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Designer die Vorlage bei Bedarf mehrfach angepasst werden. Auf diese Art und Weise wird sichergestellt dass der Selfpublisher genau das Buchcover bekommt, welches er sich thematisch zu seinem Werk wünscht.

Die Kosten für diesen Weg sind sehr vom Aufwand abhängig. Je mehr der Designer zu tun hat und je individueller die Gestaltung und eventuell das Hintergrundbild sein sollen, kann der Preis sehr schnell ansteigen. Wer mit einem Lizenzfoto aus einer Stockbörse und einer konkreten Vorstellung zur Schrift einen Auftrag platziert sollte bei 100-200 Euro für ein Cover raus kommen, was überaus fair für den Wert der Arbeit ist.

Fazit zum Buchcover für Selfpublisher

Das Selfpublishing ist eine großartige Möglichkeit für weniger bekannter Autoren ihre Werke am Markt zu platzieren und damit Geld zu verdienen. Im Konkurrenzkampf untereinander sowie gegen die Verlage sollte der Selfpublisher allerdings bewusst Geld in die Hand nehmen und die Experten ran lassen. Solange hier nicht umfangreiche Kenntnisse in der Fotografie und/oder der Bildbearbeitung vorhanden sind, ist die Erstellung des eigenen Buchcovers der absolute Zeitfresser.

Einige Plattformen bieten hier unterschiedliche Modelle der Erstellung und Gestaltung an. Je nach dem zu welcher Methode der Publisher eher tendiert, kann das Buchcover kostengünstig und schnell designed werden. Bei steigendem Grad der Individualisierung, der in einem umkämpften Marktsegment durchaus Sinn machen kann, steigen die Kosten und die Bearbeitungszeit in einem moderaten Rahmen linear mit an. Insofern kann der Autor und Verleger sich hier sehr schnell einen Marktüberblick verschaffen und das richtige Modell für sich wählen.