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Warum ist das Cover so wichtig bei einem Buch?

Die Verkaufsplattform Amazon gilt wohl gemein hin als der Reformator des Buchmarktes. Die Verfügbarkeit von fast allen Büchern auf einem Handelsplatz löste die bis dato vorherrschende Buchhandlung zumindest einmal online ab. Die konsequente Weiterentwicklung des Publizierens die von Amazon vorangetrieben wurde führte dazu, dass heute jeder willige Autor sein Werk als Selbst-Verleger auf der Verkaufsplattform veröffentlichen kann. Als Konsequenz daraus wurde auch das Design der Bücher reformiert. Ein Buchcover gestalten zu können war bis dato dem Verlag vorenthalten – nun mehr kann der Autor diese Arbeit selbst vornehmen und das Coverdesign seinen eigenen Wünschen nach erstellen.

Bedeutung und Wichtigkeit eines Covers fuer den Autor

Unabhängig davon, ob ein Kaufinteressant online auf einer Verkaufsplattform oder offline in einer Buchhandlung nach einem Buch schaut lassen sich drei grundlegende Kaufmotivationen feststellen. Hierzu zählt als Erstes der konkrete Inhalt des Buches. Wer zu einem bestimmten Thema etwas lesen möchte, findet die entsprechend kategorisierten Werke in einem Bereich. Egal ob Reiseführer, Krimi oder Sachbuch – sie alle sind online als auch offline in Kategorien verfügbar und somit auch gleichermaßen vergleichbar.

Die zweite Motivation ist wie bei vielen käuflichen Dingen der Preis. Abhängig davon welchen Leidensdruck die benötigte Information für den Kaufinteressenten ausübt ist dieser bereit unterschiedliche Summe zu zahlen. Während der Urlaubs-Schmöker wohl selten mehr als 20-25 Euro als Hardcover-Buch kosten sollte, beziehungsweise preislich im interessanten und relevanten Bereich ist, ist das Steuer-Sachbuch für über 100 Euro ebenfalls in einer ebenfalls attraktiven Preisspanne. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Motivationen das jeweilige Werk zu kaufen und die damit zu erwartende Befriedigung der Erwartungen.

Der optisch wichtigste und gleichzeitig dritte Einflussfaktor ist das Buchcover. Durch die Gestaltung der sichtbaren Oberfläche erhält das Buch die Chance sich von der Konkurrenz in der Online-Kategorie abzuheben. Die große Auswahl lässt uns Menschen versuchen die einfachste Lösung zu wählen. Was liegt dort näher das hellste, aufregendste, interessanteste und ansprechendste Buchcover zu wählen, ohne an der Stelle besonders über den Inhalt (die Wahl erfolgte bereits über die Kategorie) oder den Preis zu schauen. Somit kommt dem Cover bei einem Buch, vor allem bei den unterhaltenden und informativen Büchern, eine immens große Bedeutung zu Gute.

Wer kann bei der Gestaltung des Buchcovers helfen?

Im Wahn unserer vermuteten Unfehlbarkeit könnten wir das Cover so gestalten, wie es uns am besten gefällt. Damit stellen wir sicher, dass wir selbst unser bester Kunde sind. Diese Ansicht verdient aber nur selten Geld bei Autoren, weshalb du dich von anderen Einflüssen inspirieren lassen solltest.

Zunächst einmal sollte das Buchcover die grundlegende Emotion des Buches beziehungsweise die inhaltliche Stimmung vermitteln. Ein Krimi mit dem Aufdruck einer Tulpe auf einer Wiese dürfte wohl genauso verwirren wie ein Sachbuch der Physik mit einem Fußballplatz drauf. Beides mag hervorragend ausgearbeitet sein, vermittelt aber thematisch nicht den Inhalt. Ein Ratgeber zu einer Ernährungsform sollte die spezifischen Merkmale dieser auch auf dem Cover tragen. So wäre viel rohes Gemüse bei der Paleo-Ernährung passend. Wichtig ist es mit dem Buchcover die grundlegende Emotion des Buches zu vermitteln und damit interessant auf den potentiellen Käufer zu wirken.

Nicht immer muss das Rad neu erfunden werden. Zu vielen publikumstauglichen Bücher gibt es eine entsprechende Konkurrenz, aus deren Covern du Anregungen sammeln kannst. Dabei geht es allerdings nur darum dich inspirieren zu lassen und nicht das Cover zu kopieren. Es geht ja darum mit dem Buchcover eine Emotion zu vermitteln und sich zusätzlich von der Konkurrenz abzuheben. Wenn deine Konkurrenz bei der Paleo-Ernährung also alle als Buchcover ein rohes Gemüse auf einer Küchenunterlage gewählt haben, wäre es ein Ansatz dein Buchcover mit einem Einkaufskorb voller frischem Gemüse zu gestalten.

Eine weitere Möglichkeit bei der Gestaltung deines Buchcovers ist die Prüfung der irrelevanten Konkurrenz, die aber thematisch im gleichen Gebiet unterwegs ist. Nicht jeder Experte aus dem Bereich schreibt ein Buch oder veröffentlich sein Werk auf den großen Verkaufsplattformen. Vermutlich gibt es zu dem Thema aber diverse Beiträge bei der Internet-Recherche, die unter Umständen grafisch gestaltet sind mit beispielsweise einem Beitragsbild. Je professioneller der Anbieter desto genau solltest du dir die Gestaltung anschauen. Die von deinem Buch vermittelte Emotion sollte möglichst hochwertig und gleichzeitig passend zu dem Thema sein. Folglich solltest du dich an den Experten der Branche oder des Themas bei der Gestaltung deines Buchcovers inspirieren lassen.

Was solltest du beim Buchcover gestalten unbedingt vermeiden?

Es gibt eine ganze Wissenschaft die sich damit beschäftigt, welche Farben und Embleme bei der Ansicht welche Gefühle beim Betrachter auslösen. Ein mattes Orange und ein weiches Grün vermitteln Gelassenheit und Entspanntheit, wohingegen bekanntermaßen das knallige Rot eher Gefahr als Emotion transportiert. Wähle dein Buchcover unbedingt mit einer passenden Farbgestaltung aus, um die zu vermittelnde Emotion damit zu unterstützen.

Gestalte das Buchcover farbig und vermeide unbedingt einen weißen Hintergrund. Dieser wirkt ereignisarm und langweilig, was nicht gerade das Kaufinteresse wecken wird. Verwende bei der Covergestaltung nach Möglichkeit nur zwei bis drei verschiedene Farben. Sind diese passend ausgewählt kann ein sehr einheitliches und passendes Bild gestaltet werden, was dem Interessenten auf den ersten Blick einen Eindruck vom Inhalt gibt. Ist dieser passend zum Kaufinteresse, ist eine Verbindung hergestellt. Daran erkennst du die enorme Bedeutung des Buchcovers, der du unbedingt Rechnung tragen solltest.

Leider wird das Backcover von vielen Gestaltern vernachlässigt. Das Cover an sich verbindet Interessent und Buch auf den ersten Eindruck miteinander. Findet der potentielle Käufer dann aber nicht die passende Beschreibung auf dem Backcover oder ist dieses überaus schlecht gestaltet, wird er die Lektüre wieder wegklicken und sich das nächste Buch anschauen. Es ist ein wenig vergleichbar mit einem Flirt. Während das äußere Erscheinungsbild darüber entscheidet, mit wem wir Kontakt aufnehmen wollen, ist das Vorstellen und das Erzählen der Lebensgeschichte und Interessen der Punkt, an dem wir bei einem Flirt entscheiden, ob wir diesen jemals wieder sehen wollen. Sieht unser Schwarm toll aus, redet aber nur Müll, wird es nicht helfen. Überzeugt der Flirtpartner aber mit seinem „Inhalt“, ist ein Grundstein für eine Beziehung gelegt. Und so ist das Backcover mit der Aussage und Zusammenfassung über den Inhalt die zweite, überaus wichtige Kontaktmöglichkeit des Buches mit dem Interessenten.

Das Cover eines eBook oder Buch gestalten

So gestaltest du dein Buchcover richtig in fünf Schritten

  1.       Achte auf die Vereinigung von Inhalt und Buchcover

Niemand möchte ein Auto kaufen, was nach Sportwagen aussieht, aber nur 35 PS unter der Haube hat. Beachte bei der Covergestaltung also unbedingt, dass der Inhalt deines Buches zwingend mit dem Cover vereinbar sein muss. Das Cover muss „Lust auf mehr“ machen und wenn dieses Interesse einmal geweckt ist, muss die gedankliche Intention des Käufers dann auch vom Inhalt bedient werden. Eine nackte und erotisch positionierte Person auf dem Cover und nur so lange interessant, wie der Inhalt auch davon handelt. Wird die Erwartung des Interessierten hier nicht bedient, klickt er zum nächsten Buch.

  1.       Nutze das Buchcover als Aufmerksamkeits-Erreger

Dein Buch muss aus einer Masse von mehreren Büchern herausstechen. Hierzu bleibt dir nur die Covergestaltung als Instrument, die du entsprechend ausnutzen solltest. Transportiere mit dem Cover die Emotion, die das Buch bedient und gestalte es so ansprechend wie möglich. Klare Strukturen, wenige aber deutliche und passende Farben so wie ein aussagekräftiger Titel sind dabei Merkmale, die du optimal nutzen solltest. Dabei ist es durchaus erlaubt Dinge zu tun, „die die anderen nicht tun“. Schwimm nicht in der Masse des Durchschnitts, sondern setze dich gezielt davon ab.

  1.       Verwende eine gut lesbare Schrift

Die meisten Verkaufsplattformen arbeiten in der Auswahl der Bücher mit sogenannten Thumbnails. Dabei handelt es sich um ein verkleinertes Bild des Buchcovers. In der Ansicht solltest du unbedingt darauf achten, dass der Titel einwandfrei und gut lesbar ist. Ein aufwändig und gut gestaltetes Cover ist nur ein Bruchteil wert, wenn es in der Thumbnail-Ansicht nicht aufregend auf den Interessenten wirkt. Er oder sie kommt erst gar nicht in die Versuchung auf das Buch zu klicken, wenn dieses unlesbar und unkenntlich ist. Insofern ist es von großem Vorteil hier eine einfache, klare und deutlich lesbare Schrift zu wählen, die auch bei der 33%-Größe als Thumbnail noch gut erkennbar ist.

  1.       Hole den Leser ab und mache ihn neugierig

Biete dem Interessierten eine Rundum-Betreuung. Sorge für Geborgenheit in dem Thema das du mit deinem Buch bearbeitest und sammle den Interessierten mit Cover ab. Eine Symbiose von bildlicher Darstellung und dem darauffolgenden Inhalt sorgen für ein Gefühl der Wärme. Wenn alles stimmt und passt, sind wir bereit das Thema weiter zu verfolgen und folglich den Kauf durchzuführen sowie das Buch auch zu lesen. Ein gesundes Maß aus Interessensbefriedigung und ungeklärter Neugier sorgt für eine spannungsgeladene und interessante Atmosphäre, in der der Kaufinteressent sein Vorhaben weiterverfolgt. Unser Ziel muss es sein, dass er oder sie das Buch nicht mehr aus der Hand legt und wir bildlich und inhaltlich seine Erwartungen übertreffen

  1.       Vermittele Emotionen mit deinem Buchcover

Wie heißt es so schön in dem Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Und genau das ist so immens wichtig bei der Covergestaltung. Ein passendes Bild transportiert einen Eindruck vom Inhalt sowie die Stimmung des Buches perfekt auf den Betrachter. Dies als Fleißtext darzustellen ist auf dem Cover schlichtweg aus Platz- und Übersichtsgründen unmöglich und zusätzlich auf dem Backcover auch nur sehr eingeschränkt möglich. Insofern musst du die Möglichkeit der Covergestaltung ernst nehmen um die Zielgruppe zu erreichen, für die du das Buch entworfen und geschrieben hast.