Erfahrungen & Bewertungen zu rc:com - Agentur für frische Kommunikation
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Ein Buch zu schreiben oder schreiben zu lassen ist die eine Herausforderung. Im Anschluss dann und vor dem Release des Buches das Buchcover zu gestalten ist eine ganz andere Herausforderung. Oftmals machen die Menschen, die richtig gut Bücher schreiben können, hier Fehler. Das liegt vor allem daran, dass wir eine bestimmte Ausprägung haben und mit der einen Aufgabe besser klarkommen als mit der anderen. Damit auch dein Buch zum Erfolg wird beschreibe ich dir heute, auf welche Elemente bei der Covergestaltung enorm wichtig sind und in welche Fallen du nicht treten solltest.

Das Bild spricht den Leser aktiv an

Die wenigsten Bücher kommen bei der Covergestaltung ohne ein Bild aus. Vermutlich sind es nur wissenschaftliche Abhandlungen, die kein Bild brauchen. Im Bereich des Self-Publishings werden jedoch derartige Bücher eher selten geschrieben und veröffentlicht. In Folge dessen kommt dem Bild eine große Bedeutung zu Gute, wenn es darum geht mit dem Kunden zu kommunizieren.

Einige Autoren sind der Meinung, dass sie möglichst viele Informationen aus dem Buch ins Cover pressen müssen. Schließlich sind ja beispielsweise alle Charaktere einer Geschichte daran beteiligt und müssen auf den ersten Blick ersichtlich sein. Das menschliche Auge jedoch kann besser eine Information aufgreifen, wenn die Umgebung „ruhig“ ist. Damit ist nicht die Tonalität gemeint, sondern vielmehr das Zusammenspiel von Elemente. Das Bild „Guernica“ von Picasso (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Guernica_%28Bild%29 ) ist auf den ersten Blick vollkommen chaotisch. Viele Farben, viele Elemente und Ungewöhnliches verwirren den Betrachter. Das ist bei diesem Bild durchaus gewollt um das kriegerische Chaos des ersten Weltkrieges darzustellen, aber als Cover ist eine solche Form des Bildes gänzlich ungeeignet beziehungsweise nur in Ausnahmefällen passend. Das Bild „Der Schrei“ von Edvard Munch (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schrei ) hingegen ist sehr simpel gehalten. Das ist deswegen nicht weniger genial, aber die einfache Struktur der Darstellung lenkt den Fokus des Betrachters sofort auf das Wesentliche.

Insofern musst du darauf achten ein passendes Bild zu deinem Buch zu finden. Einige Experten sind der Ansicht, dass bei einem Coverbild maximal zwei bis drei verschiedene Elemente  miteinander kombiniert werden sollten. Eine Person auf einer Wieser mit einem dunklen Himmel kann schon eine Menge an Inhalt transportieren, kommt aber mit sehr wenigen Elementen aus. „Weniger ist mehr“ heißt das schöne Sprichwort und an dieser Stelle sollte es sich einmal wieder bewahrheiten. Je einfacher und direkter das Bild ist, desto verständlicher ist es für den Betrachter und Leser.

Diese Informationen gehören so auf das Buchcover

Bei der Covergestaltung geht es nicht nur um das Bild, sondern auch um die auf dem Cover enthaltenen Informationen. Eine fehlende Harmonie zwischen dem Hintergrundbild und der vordergründigen Schrift können ein Buch unattraktiv erscheinen lassen. Im Gegenzug, und genau das ist unser Ansinnen, trägt eine harmonische Gestaltung von Bild und Schrift zur Attraktivität für den Leser bei.

Die große Auswahl der Schriftarten und Formen machen uns die Entscheidung nicht wirklich einfach. Wir tendieren dazu vieles auszuprobieren und vor allem nach unserem eigenen Geschmack vorzugehen. Überaus bekannte Autoren, deren Bücher aufgrund der Reputation gekauft werden, können sich bei der Covergestaltung solche Elemente leisten. Speziell als angehender und unbekannter Autor solltest du den Fokus darauf legen, dass das Cover zur Kommunikation beiträgt. Doch was bedeutet das konkret?

Zu allererst gehört der Name des Autors auf das Buchcover. Es ist unvorstellbar dort niemanden anzuführen. Ein Name, egal ob ein Pseudonym oder ein realer Name, zeugt von Vertrauen. Und eine funktionierende Vertrauensbasis ist das Fundament zwischen dem Autor und dem Käufer. Ein Buch ohne die Nennung des Autors gleicht einem Web-Shop ohne Impressum. Dort kauft auch niemand.

Das zweite wichtige Element ist der Titel. Während die Nennung des Autors vergleichsweise klein gestaltet werden kann, ist es überaus wichtig den Titel groß zu gestalten. Dieser muss aus der Ferne für den Interessierten lesbar sein beziehungsweise in der Thumbnail-Ansicht im Internet noch gut erkennbar sein. Wer hier auf ordentliche Arbeit verzichtet läuft Gefahr dass die Kunden weiterziehen, da nicht ausreichend Interesse geweckt wurde.

Sowohl der Autorenname als auch der Titel und unter Umständen ein Untertitel sollten unbedingt in einer einfachen Schriftart geschrieben werden. Auch wenn dich die Lust packt und du etwas Besonderes designen möchtest: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Damit will ich der Kreativität keinen Riegel vorschieben, aber darauf hinweisen, dass die Einfachheit gefährdet wird. Je komplexer und verworrener ein Buchcover gestaltet wird, desto größer ist die Chance den Leser beim Betrachten bereits zu verwirren. Hier findet eine Kommunikation statt zwischen Buch und Betrachter statt, die so gestaltet sein muss, dass der Betrachter angesprochen wird und die Nachricht versteht, die das Cover sendet.

Ideen zur Gestaltung eines Covers

Keep it simple – Einfachheit gewinnt bei der Covergestaltung vor Komplexität

Du kannst schon erahnen was nun kommt. Aber ich möchte erneut darauf hinweisen. Der Mensch ist beim Verständnis auf eine einfache Kommunikation angewiesen. Um beim Buch-Release und während der gesamten Verkaufsphase des Buches  einen erfolgreichen Weg gehen zu können, bedarf es bei der Covergestaltung vor allem der Berücksichtigung von Zielgruppen. Der Leser unseres Buches kann mit einer Vielzahl von Eigenschaften ausgestattet sein. Familienvater, Rentner, Abiturient, Mechatroniker oder oder oder! Hier gibt es unglaublich viele Merkmale, die wir als Publisher beachten müssen, damit wir die Zielgruppe richtig ansprechen.

Der Weg hier jeder Zielgruppe gerecht zu werden, ist überaus aufwendig und fraglich beim Erfolg. Insofern möchte ich an dieser Stelle das KISS-Prinzip (Link: https://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip ) vorstellen. Ursprünglich stammt es wohl vermutlich aus dem Flugzeugbau. Dort müssen ebenfalls sehr viele verschiedene Komponenten und Kettenreaktionen beachtet werden. Ein leitender Ingenieur hielt bei jeder Problemstellung sein Leute dazu an, das Problem nach dem „Keep it simple stupid“-Konzept zu lösen. Nicht in der Komplexität liegt die Lösung, sondern in der Einfachheit.

Und nach diesem KISS-Prinzip solltest auch du bei der Covergestaltung vorgehen. Je einfacher und weniger komplex das Buchcover gestaltet ist, desto besser ist die Kommunikation zum Betrachter. Ja, man könnte sogar sagen, dass mit einem solchen Vorgehen das grundlegende Verständnis einer breiteren Zielgruppe erreicht wird. Eine einfache Nachricht oder Information aus einem Cover ist für mehr Menschen verständlich aus ein aufwendig, teilweise überfrachtetes Design mit einer schnörkeligen Schrift. Dein Ziel muss es also sein das Cover möglichst grundsolide und verständlich zu gestalten.

Orientier dich an der Konkurrenz, aber mach dein eigenes Ding

Anschließend an die vorgenannten Punkte ist es eine gute Strategie die Konkurrenz zu beobachten und zu analysieren. Sowohl im Online-Bereich funktioniert das prima, aber auch offline in einer Buchhandlung. Dabei geht es vor allem darum herausfinden, was die Konkurrenz macht und ob sie damit Erfolg hat.

Wenn alle Konkurrenten einen bestimmten Stil bei der Covergestaltung haben, sollte das Indiz für dich sein hier wenig Neues zu probieren. Gibt es jedoch unterschiedliche Gestaltungsweisen zu deinem Thema bei der Konkurrenz kannst du über die Verkaufslisten oder das Bestseller-Ranking entsprechende Rückschlüsse ziehen. Je besser sich ein Buch verkauft, desto mehr scheint der Autor bei der Gestaltung des Covers richtig gemacht zu haben. An der Stelle in aller Deutlichkeit: bei der ersten Kontaktaufnahme von Betrachter und Buch ist nur das Cover relevant, nicht der Inhalt. Ein superinformatives Buch was großartig geschrieben ist wird es am Markt schwer haben, wenn das Cover schlecht gestaltet ist.

Gleichermaßen kann sich ein Buch mit mittelmäßigem Inhalt sehr gut verkaufen, wenn das Cover ansprechend, attraktiv und spannend gestaltet ist. Die Wertung des Inhalts geschieht bei der Kaufentscheidung ausnahmslos über die Bewertungen und Rezensionen des Buches, nicht aber über das Cover.

Relevant sollten für dich bei der Recherche also diejenigen Bücher sein, dass im Verkaufsranking weit oben stehen. Eine gute Sterne-Bewertung bei den Rezensionen ist dabei unzweifelhaft von Vorteil und rundet das perfekte Werk insgesamt ab.

Orientieren heißt nicht kopieren. Vermeide das gleiche Design, ein ähnliches Bild oder dieselbe Schriftart zu verwenden wie dein Wettbewerb. Es geht bei dem oben beschriebenen Abschnitt darum dich an den Markt anzupassen und auf diesem richtig aufzutreten. Es spricht aber nichts dagegen dich über deinen eigenen Stil abzugrenzen. Das sollte sich immer in Grenzen halten und niemals so weit geht, dass dein Buchcover komplett anders aussieht als die der Konkurrenz – gegen ein wenig Individualismus ist aber nichts einzuwenden. Damit erhält dein Buch eine persönliche Note und wenn du am Publishing Spaß findest, kannst du darüber eine eigene Marke kreieren.

Ein rundes, harmonisches Buchcover hat noch jeden überzeugt!

Das Cover eines Buches sollte als im Endeffekt so gestaltet sein, dass der Betrachter auf den ersten Blick folgende Dinge erkennt:

  • Hintergrundbild des Buchcovers, um die grundlegende Stimmung des Buches aufnehmen zu können
  • Titel des Buches, der ergänzend zum Bild harmonisch gewählt werden muss
  • Name des Autors, um Vertrauen beim Betrachter aufbauen zu können

Besonders gut funktioniert dabei die Anwendung einer Drittelregelung. Wenn du das Buch vor dir liegen hast (oder dir vorstellst), sollte das Buchcover in drei gleiche Teile horizontal unterteilt werden. In den oberen zwei Dritteln sollte die vom Bild vermittelte Emotion dominieren. Wenn das unterste und dritte Drittel dabei einfarbig oder nichtssagend auf dem Bild ist, ist das nicht weiter schlimm. An der Übergangslinie vom zweiten ins dritte Drittel sollte der Titel in einer Zeile stehen. Auch hier ist ein einfacher, mit wenigen Worten geschriebener Buchtitel wieder weitaus sinnvoller und verständlicher. Somit teilen sich das Bild und der Titel das Buchcover mehr oder weniger hälftig die Fläche auf.

In diesem Kontext solltest du auf folgende Dinge achten beziehungsweise diese unbedingt vermeiden:

  • Überfrachtetes Design -> maximal 3 Elemente auf dem Coverbild
  • Einfache und leserliche Schrift -> keine verschnörkelte oder altdeutsche Schrift
  • Wenige Farben -> weniger ist hier mehr
  • Kein Einheitsbrei -> verkaufe einen Traum / eine Vision vom Inhalt, die spannend ist
  • Klare Strukturen -> gestalte das Design simpel und verständlich
  • ommunikation ist das was ankommt -> frage Freunde und Bekannte zu einer Coveridee, was sie verstehen

Das Cover sollte bei der Veröffentlichung eines Buchs oder eines eBooks immer so gestaltet werden, das der Betrachter über das Bild angezogen wird, mit dem Titel überzeugt wird und dann durch die Beschreibung und das Backcover den Kauf abschließt. Wer diese Elemente möglichst einfach und so verständlich wie möglich gestaltet, legt eine hervorragende Grundlage für ein erfolgreiches Buch.